Kostenloses Girokonto- Die beste Wahl

Hand inserting a coin into a blue piggy bank for savings and money management.

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Kostenloses Girokonto- Die beste Wahl

Ein Girokonto muss etwas kosten, denn sonst kann es nicht gut sein – so denken zumindest viele Bürger, wenn man sie mit kostenfreien Girokonten konfrontiert. Eine regelrechte Abwehrhaltung und Skepsis baut sich da auf.

Zu Unrecht, denn ein kostenfreies Girokonto bietet absolut keine Nachteile gegenüber kostenpflichtigen Girokonten! Die Unterschiede sind für den einfachen Kunden marginal, aber doch spürbar. Wenn nämlich ein Konto nicht bis zu 119,88 € (Postbank, Giro Extra Plus) kostet, sondern 00,00 €, dann macht sich das am Jahresende in der Haushaltskasse bemerkbar. Meist muss man dafür lediglich auf die Girokarte verzichten. Wer diese unbedingt benötigt, erhält diese meistens per Postversand für 6 bis 9 € (pro Jahr) nach Hause geschickt. Inklusive meist frei wählbarer PIN.

Auch die Verzinsung von Girokonten ist bei kostenfreien Direktbanken meist besser, denn ein klassisches Tagesgeldkonto bei der Commerzbank bietet aktuell gerade einmal 0,15 % Zinsen pro Jahr (Stand: 08-08-14).  Auch andere Banken haben zurzeit vergleichbare Zinssätze. Die Folge niedriger Zinsen: Das Geld entwertet sich von selbst, denn die Inflation ist zurzeit etwa 10-mal höher als der Zinssatz.

Vorteile eines kostenlosen Kontos:

  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Meist niedrigere oder kostenfreie Kontobuchungsgebühren / Transaktionsgebühren
  • Oftmals kostenfreie Girokarte, inkl. PIN
  • Online Kontoauszüge inkl. Archiv (Umweltschutz!)
  • Keine Geldentwertung durch höhere Zinsen gegenüber Hausbanken

All diese Vorteile lassen sich nur dadurch erzielen, dass Direktbanken konsequent auf Filialen verzichten und so eine Menge Kosten für Häuser, Miete, Personal und Ausstattung einsparen. Diese Einsparung wird also direkt an Kunden weitergegeben.

Wer einen Kredit benötigt oder andere Sparvorhaben hat, kann sich natürlich trotzdem vor Ort bei Banken beraten lassen. Girokonten sind also für Hausbanken nur eine Form der Gewinnmaximierung, bzw. Quersubventionierung. Auch bei Investitionsmaßnahmen stehen Hausbanken eher zur Verfügung, als Direktbanken. Diese bieten meist einfach direkte Konten ohne Beratung.

Kostenloses GirokontoAuf Hilfe muss man allerdings nicht verzichten, denn in der Regel kann man Berater per E-Mail, Chat und Telefon erreichen. Oftmals sogar kostenfrei. Nur auf einen persönlichen Bankberater muss man bei den kostenlosen Direktbanken dann doch in der Regel verzichten.

Tipp: Die Kombination aus kostenlosen Konto und Girokonto bei der Hausbank eignet sich besonders gut, wenn man die Gebühren senken will und gleichzeitig die Geldentwertung stoppen möchte und man dennoch nicht auf die Beratung vor Ort verzichten will oder kann. Aber Vorsicht: Auch die Transaktion vom kostenlosen zum kostenpflichtigen Konto kostet bis zu 30 Cent Transaktionsgebühren, welche erst einmal über die Zinsen finanziert werden müssen. Genau rechnen lohnt sich also mehrfach, wenn man „offen für neues“ ist.

 

Hinweis: Manche Banken sehen Kontenspringer gar nicht gerne und verweigern bei Verdacht gerne die Eröffnung eines Kontos. Das alte Konto sollte man also keinesfalls zu früh kündigen. Auch Lastschriftmandate müssen geändert werden. Für einen Zeitraum von 4-12 Wochen sollte man daher das alte Konto noch parallel laufen lassen, damit es nicht zu zusätzlichen Kosten durch geplatzte SEPA-Lastschriften kommt. Verweigert die neue Bank die Eröffnung eines Kontos, sollte man sich nicht lange damit rumärgern, sondern sich einfach eine neue Bank suchen. Denn für jeden gibt es kostenfreie Konten. Selbst für Schuldner.

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